Fahrmischer-Waschwasser effizient aufbereiten – mit BIBKO® Systemen

Beim täglichen Auswaschen von Fahrmischern entstehen im Betonwerk mehrere hundert Liter Waschwasser mit Zement, Sand und Zuschlägen. Ohne Recyclinglösung führt das zu hohen Entsorgungs- und Frischwasserkosten. BIBKO® entwickelt Anlagen, die dieses Wasser aufbereiten, Feststoffe trennen und Materialströme in geschlossenen Kreisläufen zurückführen. Das senkt Betriebskosten, reduziert Stillstände und stellt die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sicher.

Technisches Prinzip der BIBKO® Fahrmischer-Waschwasser-Aufbereitung

Das verschmutzte Wasser gelangt direkt aus dem Fahrmischer in den Einlauftrichter der BIBKO® Restbetonaufbereitungsanlage. Dort wird es über ein definiertes Trennsystem in Wasser und feste Bestandteile getrennt.
Sand und Kies werden über einen Wendelförderer ausgetragen, das Wasser wird in das Rührwerksbecken geleitet. Ein radial-axiales Rührwerk hält die Suspension homogen, verhindert Sedimentbildung und gewährleistet konstante Prozessbedingungen.
Je nach Anforderung kann das aufbereitete Wasser anschließend wieder für die Fahrmischerreinigung oder für die Betonproduktion genutzt werden.

Integrierte Systeme für geschlossene Materialkreisläufe

Die Kombination aus Restbetonaufbereitung und Wasserrecycling schafft einen geschlossenen Kreislauf im Werk. Das gesamte Prozesswasser wird erfasst und dem Betrieb wieder zugeführt – ohne offene Stoffströme, ohne unkontrollierte Einleitung.

Wasser wird mehrfach genutzt, wodurch Frischwasserbedarf und Entsorgungskosten deutlich sinken. Das wirkt sich direkt auf die laufenden Betriebskosten aus und reduziert den administrativen Aufwand für Entsorgungsnachweise.

Sand und Zuschläge werden rückgewonnen und können erneut in die Produktion einfließen. Dadurch sinkt der Materialeinsatz, und die Qualität des Frischbetons bleibt konstant, da die Stoffströme definierbar und kontrolliert sind.

Absetzbecken oder manuelles Ausbaggern entfallen vollständig. Das reduziert Stillstände, erhöht die Arbeitssicherheit auf dem Hof und schafft Platz für produktive Flächen.

Darüber hinaus verbessert das geschlossene System die Prozessstabilität und Nachvollziehbarkeit:

Die Wasserqualität bleibt konstant, der Feststoffanteil ist messbar, und der gesamte Ablauf wird reproduzierbar gesteuert. Das reduziert Fehlerquellen, vereinfacht Wartung und Dokumentation und erhöht die Anlagenverfügbarkeit.

Ein vollständig integriertes Kreislaufsystem sorgt somit nicht nur für Ressourceneffizienz, sondern auch für technische und betriebliche Planbarkeit – ein entscheidender Faktor für gleichbleibende Betonqualität und störungsfreie Abläufe im täglichen Betrieb.

Erweiterung mit ClearPress Kammerfilterpresse

Für Anwendungen mit höheren Reinheitsanforderungen lässt sich das System um eine ClearPress Kammerfilterpresse erweitern.
Diese reduziert den Feinstoffanteil im Wasser deutlich. Das Filtrat ist nahezu klar und kann in Bereichen eingesetzt werden, in denen geringere Dichten gefordert sind.
Der entstehende Filterkuchen wird automatisch ausgetragen und kann entsorgt oder – je nach Material – weiterverarbeitet werden.
Die Filterpresse ist modular integrierbar und auch für Nachrüstungen bestehender Anlagen geeignet.

Feinstoffreduktion auf definierte Restwerte möglich – abhängig von Wasserinhaltstoffen und Filterkonfiguration.

pH-Neutralisation und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben

Restwasser aus der Betonproduktion weist in der Regel pH-Werte zwischen 11 und 13 auf.
BIBKO® Systeme nutzen zur Neutralisation Kohlendioxid statt Säuren. Das CO₂ reagiert im Wasser zu Kohlensäure und senkt den pH-Wert kontrolliert auf den geforderten Bereich.
Das Verfahren ist wartungsarm, sicher im Betrieb und behördlich anerkannt. Automatische pH-Messsysteme erfassen kontinuierlich die Werte, optional mit digitaler Protokollierung für Nachweispflichten gegenüber den Wasserbehörden.

Alle Systeme erfüllen die Anforderungen aus Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und Abwasserverordnung (AbwV).

Wirtschaftliche Vorteile gegenüber Absetzbecken

Der Einsatz einer BIBKO® Recyclinganlage ersetzt klassische Absetzbecken und reduziert die Betriebskosten erheblich:

Wegfall manueller Reinigung und Entsorgung

Geringere Stillstandzeiten und Personalaufwände

Wiederverwendung von Wasser und Zuschlägen

Sauberer Betriebshof ohne unkontrollierte Abflüsse

Planbare Prozesskosten durch geschlossenen Kreislauf

Die Anlagen sind für den Dauerbetrieb ausgelegt und gewährleisten stabile Ergebnisse bei gleichbleibender Wasserqualität.

Anlagenkonzept und technische Modularität

BIBKO® Systeme bestehen aus aufeinander abgestimmten Modulen, die je nach Werkstruktur individuell kombiniert werden können:

Restbetonaufbereitungsanlage

Rührwerksbecken mit automatischem Schlammmanagement

ClearPress Kammerfilterpresse

CO₂-Neutralisationsanlage

Steuerungs- und Monitoring-Systeme

Durch den modularen Aufbau sind Erweiterungen und Nachrüstungen jederzeit möglich. Ersatzteile werden ab Lager geliefert, Wartungsintervalle betragen in der Regel zwölf Monate.

„Seit der Umstellung auf das BIBKO-System arbeiten unsere Fahrmischer-Reinigungsprozesse stabiler und mit weniger Wartungsaufwand.“ – Betriebsleiter, Transportbetonwerk Baden-Württemberg

Prozesssicherheit und Anlageneffizienz

Die Systeme sind für den Dauerbetrieb in anspruchsvollen Umgebungen konzipiert.

robuste Stahlbauweise mit verschleißfesten Komponenten

Energieeffizienz durch lastabhängige Steuerung des Rührwerks

definierter Trennschnitt von ca. 200 µm für konstante Feststoffabtrennung

automatisierte Prozessüberwachung mit Fehlermeldungssystem

Diese Eigenschaften sichern gleichbleibende Wasserqualität und reduzieren den Wartungsaufwand über die gesamte Nutzungsdauer.

Zukunftsfähige Technologie für Betonwerke weltweit

BIBKO® Anlagen sind heute Standard in vielen europäischen Betonwerken und seit vielen Jahren international im Einsatz.
Strengere Umweltauflagen und steigende Entsorgungskosten machen geschlossene Wasserkreisläufe zur wirtschaftlichsten Lösung im Betrieb.
Das Unternehmen aus Beilstein liefert seit über 40 Jahren spezialisierte Systeme, entwickelt kontinuierlich weiter und unterstützt Betreiber mit technischer Planung, Inbetriebnahme und Service.

FAQ – Häufige Fragen

Wie viel Waschwasser fällt pro Fahrmischer an?

Je nach Trommelgröße und Einsatzdauer zwischen 500 und 700 Litern pro Waschvorgang.

Ja, für Reinigungsprozesse oder auch in der Betonproduktion.
Über eine automatisierte CO₂-Eingasung mit permanenter Sensorüberwachung.

Nein, sie wird bei höheren Qualitätsanforderungen an das Filtrat eingesetzt.

Eine jährliche Inspektion ist in der Regel ausreichend; die Anlage arbeitet weitgehend selbstüberwachend.

Technische Beratung und Anlagenplanung

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