pH-Wert-Neutralisation von Betonabwasser – sichere Regulierung mit CO₂-Technologie von BIBKO®

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Betonabwasser weist in der Regel stark alkalische pH-Werte zwischen 11 und 13 auf. Ohne Neutralisation entstehen rechtliche und sicherheitstechnische Risiken – von Korrosionsschäden in Rohrleitungen bis zu Verletzungsgefahren für Mitarbeitende.
BIBKO® bietet hierfür eine CO₂-basierte Lösung, die das Prozesswasser zuverlässig auf einen neutralen Bereich absenkt. Das System kann sowohl zur internen Wiederverwendung als auch vor der Einleitung in die Kanalisation eingesetzt werden.

 

Bedeutung der pH-Wert-Regulierung im Betonwerk

Beim Mischen, Waschen und Reinigen entstehen große Mengen alkalischen Prozesswassers. Die hohe Laugenkonzentration erschwert die Wiederverwendung und macht eine kontrollierte Abgabe in die Kanalisation unmöglich.
Eine zuverlässige Neutralisation schützt Personal, Anlagen und Umwelt. Sie verhindert Korrosion an Leitungen, reduziert Wartungskosten und gewährleistet die Einhaltung der Grenzwerte gemäß Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und Abwasserverordnung (AbwV).

Neutralisationseinheiten kommen in allen Betonwerken zum Einsatz, in denen Wasser zurückgeführt oder abgeleitet wird – insbesondere in Transportbeton-, Fertigteil- und Mischwerken.

Prinzip der CO₂-Eingasung

Bei der CO₂-Neutralisation wird über eine Rohrleitung reines Kohlendioxid in das Becken eingeleitet. Das CO₂ reagiert mit dem Wasser zu Kohlensäure, die überschüssige Hydroxidionen bindet und den pH-Wert kontrolliert absenkt.

Das Verfahren arbeitet homogen und gleichmäßig. Eine Überdosierung ist ausgeschlossen, da überschüssiges CO₂ automatisch ausgast.
Im Gegensatz zu Säureverfahren erfordert das System keine Gefahrstofflagerung, keine spezielle Schulung und keine separate Neutralisationschemie.

Technische Merkmale:

  • CO₂-Versorgung über Flasche oder Tank
  • Druckregelung, Durchflusssteuerung und Gasverrohrung aus korrosionsbeständigem Material
  • Eingasung über feinblasige Diffusoren für gleichmäßige Verteilung
  • Steuerung manuell oder vollautomatisch über pH-Regelung

 

Technische Vorteile der BIBKO® Lösung

✔ Sicherheit im Betrieb: Kein Umgang mit gefährlichen Säuren oder Chemikalien
✔ Prozessstabilität: Gleichmäßige, steuerbare Absenkung des pH-Werts
✔ Automatisierung: Permanente Überwachung und Dokumentation des Prozesses
✔ Flexibilität: Einsatz als eigenständiges Modul oder kombiniert mit Recycling- und Filterpressen-Systemen
✔ Wartungsarm: Geschlossene Bauweise, geringe Abnutzung, minimaler CO₂-Verbrauch

Die CO₂-Neutralisation schützt Rohrleitungen, Pumpen und Armaturen dauerhaft vor Korrosion und verlängert die Lebensdauer der Infrastruktur.

 

Automatisierung und Sensorik

Das System arbeitet mit präziser Mess- und Regeltechnik.

  • pH-Sonden erfassen kontinuierlich den Ist-Wert im Becken.
  • Die Steuerung passt die CO₂-Zufuhr automatisch an.
  • Daten werden dokumentiert und können für behördliche Nachweise exportiert werden.
  • Optional kann der Prozess manuell betrieben werden, wenn keine automatische Regelung erforderlich ist.

Alle Messsonden werden vorkalibriert ausgeliefert, die Steuerung ist vollständig vorkonfiguriert. Bei Bedarf lässt sich das Modul in bestehende BIBKO® SmartControl-Systeme integrieren, um alle Anlagenfunktionen zentral zu überwachen.

 

Gesetzliche Rahmenbedingungen und Nachweisführung

Für das Ableiten oder Wiederverwenden von Betonabwasser gelten strenge Vorschriften.
BIBKO® Anlagen unterstützen Betreiber bei der Einhaltung aller relevanten Vorgaben:

  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG) – Vermeidung schädlicher Gewässerverunreinigung
  • Abwasserverordnung (AbwV) – Festlegung der zulässigen pH-Bereiche
  • Vorgaben der unteren Wasserbehörde – je nach Region unterschiedlich
  • Abfallwirtschaftsgesetz – Regelungen bei Abgabe an Dritte

Durch kontinuierliche pH-Messung und automatische Protokollierung sind Betreiber in der Lage, Nachweise bei Audits oder Umweltprüfungen unmittelbar zu erbringen.

 

Integration in den Gesamtprozess

Die Neutralisationseinheit wird nach der ClearPress Kammerfilterpresse oder direkt hinter der Recyclinganlage installiert. Sie behandelt das Restwasser, das nicht wieder in die Produktion zurückgeführt werden kann.
Nach der Absenkung des pH-Werts kann das Wasser sicher eingeleitet oder als Brauchwasser für Reinigungszwecke genutzt werden.

Die Integration erfolgt über standardisierte Schnittstellen. Für bestehende Anlagen ist eine Nachrüstung ohne wesentliche Umbauten möglich.

 

Betriebliche Vorteile und Wirtschaftlichkeit

  • Wegfall externer Entsorgung: Kein Transport und keine Gebühren für chemische Neutralisation
  • Senkung der Betriebskosten: Geringer Gasverbrauch, minimale Wartung
  • Sicherer Betrieb: Keine Säurehandhabung, keine Gefahrstoffkennzeichnung
  • Längere Lebensdauer der Anlagen: Vermeidung von Korrosions- und Ablagerungsschäden
  • Prozessklarheit: Gleichbleibende Wasserqualität, dokumentierte Werte

Das System arbeitet vollautomatisch, benötigt keine permanente Bedienung und stabilisiert die Wasserparameter im laufenden Betrieb.

 

Erfahrungswerte und Systemzuverlässigkeit

Die CO₂-Neutralisation basiert auf Technologie, die sich in über 2.200 installierten BIBKO® Anlagen bewährt hat.
Die Erfahrung aus Restbetonrecycling und Filterpressentechnik bildet die Grundlage für robuste, langlebige Systeme.
Alle Anlagenkomponenten bestehen aus korrosionsbeständigen Werkstoffen, die für den Dauerbetrieb im Betonwerk ausgelegt sind.
Dank vorkonfigurierter Steuerung ist das System in wenigen Stunden betriebsbereit.

 

Zukunft und Marktentwicklung

Mit zunehmenden Umweltauflagen und höheren Anforderungen an die Abwasserqualität wächst die Bedeutung automatisierter Neutralisationssysteme.
BIBKO® setzt auf modulare, nachrüstbare Lösungen, die sich flexibel in bestehende Wasserkreisläufe integrieren lassen.
Durch den Einsatz von CO₂ als Reaktionsmedium bleibt der Prozess sicher, kosteneffizient und nachhaltig.
Als Premiumanbieter für Recycling- und Wasseraufbereitungssysteme positioniert sich BIBKO® klar im Segment nachhaltiger Kreislaufwirtschaft für Betonwerke.

 

FAQ – Häufige Fragen

Welche pH-Werte müssen erreicht werden?
Je nach Vorgabe der Behörde liegt der Zielbereich zwischen 6,5 und 9,5.

Kann das neutralisierte Wasser wiederverwendet werden?
Ja, z. B. für Reinigungsprozesse oder erneute Betonproduktion – nach Freigabe der zuständigen Behörde.

Ist eine Nachrüstung in bestehende Anlagen möglich?
Ja, das Modul kann nach der Filterpresse oder direkt hinter der Recyclinganlage installiert werden.

Welche Wartung ist erforderlich?
Eine jährliche Kalibrierung der Sensoren und eine Sichtprüfung der Leitungen reichen aus.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind nötig?
Bei CO₂-Neutralisation keine Gefahrstoffauflagen – nur Standard-Belüftung und Druckprüfung der Leitungssysteme.

 

Technische Beratung und Systemauslegung

Sie möchten prüfen, wie die pH-Wert-Neutralisation in Ihre bestehende Anlage integriert werden kann?
Die Ingenieur*innen von BIBKO® unterstützen Sie bei Planung, Dimensionierung und Auslegung der optimalen Lösung für Ihr Werk – inklusive Berechnung des CO₂-Bedarfs und der Regelparameter.