In jedem Betonwerk fällt täglich Rest- und Rückbeton an – beim Entleeren der Fahrmischer, beim Spülen oder in der Fertigung. Anstatt diese Materialmengen zu entsorgen, können sie vollständig wiederverwertet werden.
BIBKO® Systeme trennen Wasser, Sand und Zuschläge, bereiten sie gezielt auf und führen sie zurück in die Produktion. Dadurch entsteht ein geschlossener Materialkreislauf, der Rohstoffe schont, Kosten reduziert und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sicherstellt.
Funktionsprinzip und Ziel des Restbetonrecyclings
Beim Restbetonrecycling wird nicht ausgehärteter Flüssigbeton aufbereitet. Die Anlage trennt das Material in drei definierte Ströme: Prozesswasser, Sand-Kies-Gemisch und Zementrückstände (Filterkuchen).
Alle verwertbaren Bestandteile werden im Werk erneut eingesetzt, wodurch keine Abfälle entstehen und Primärmaterialien ersetzt werden.
Im Gegensatz zum Recycling von ausgehärtetem Beton, das energieintensiv und nur begrenzt nutzbar ist, erfolgt die Aufbereitung direkt im Frischbetonprozess – ohne Zerkleinerung oder thermische Behandlung.
Restbetonrecycling arbeitet direkt im Produktionsprozess – energieeffizient und ohne Materialverlust.)
Aufbereitete Materialien und ihre Einsatzmöglichkeiten
Prozesswasser
Das zurückgewonnene Prozesswasser kann erneut in der Mischanlage eingesetzt oder für Reinigungsarbeiten an Fahrmischern, Schalungen und Geräten verwendet werden. Voraussetzung ist die Einhaltung der geltenden Grenzwerte nach Abwasserverordnung.
Sand-Kies-Gemisch
Dieses Material wird vollständig in die Betonproduktion zurückgeführt. Es ersetzt den Zukauf von Primärzuschlägen. Bei Überschussmengen kann es auch im Straßen- oder Tiefbau genutzt werden.
Filterkuchen (Zementrückstände)
Der feine, zementhaltige Filterkuchen fällt in geringen Mengen an. Erste Ansätze zur Rückführung in Zementöfen bestehen bereits, alternativ kann er im Straßenbau verwendet werden.
Recyclingbeton in der Produktion – technische und rechtliche Aspekte
Das Sand-Kies-Gemisch aus dem Recycling ersetzt einen Teil der herkömmlichen Zuschlagstoffe in der Betonproduktion. Die Menge richtet sich nach der Mischungsplanung und den jeweiligen Normen.
Die Materialqualität bleibt unverändert, da dieselben natürlichen Zuschläge eingesetzt werden – lediglich vom Zementanteil befreit.
Damit erfüllt Recyclingmaterial die Anforderungen der DIN EN 12620 für Gesteinskörnungen und kann ohne Qualitätsverlust eingesetzt werden.
Rechtlich bestehen keine einheitlichen Beschränkungen, allerdings müssen die Mischungsanteile und Wasserqualitäten dokumentiert werden. BIBKO® Systeme unterstützen dabei durch stabile, reproduzierbare Prozessparameter.
Recycelte Zuschlagstoffe entsprechen den geltenden Qualitätsstandards für Betonproduktion.
Branchen- und Anwendungsbeispiele
Transportbetonwerke:
Hohe Rückbetonmengen machen hier das Recycling besonders wirtschaftlich. Das Sand-Kies-Gemisch wird nahezu vollständig wiederverwendet.
Fertigteilwerke:
Geringere Restmengen, dafür hoher Bedarf an Wasseraufbereitung. Das gereinigte Wasser wird für Schalungs- und Gerätereinigung genutzt.Externe Nutzung:
Überschüssige Zuschläge können an Tief- oder Straßenbauunternehmen abgegeben werden, sofern die Materialqualität belegt ist.
In Frankreich und Südeuropa sind Filterpressen aufgrund strenger Abwasservorschriften Standard.
Wirtschaftliche und ökologische Vorteile
Restbetonrecycling senkt die Produktionskosten spürbar.
- Materialeinsparung: weniger Zukauf von Zuschlagstoffen
- Entsorgungskosten: Wegfall externer Abtransporte und Ausbaggerungen
- Energieeffizienz: kein energieintensives Brechen von ausgehärtetem Beton
- CO₂-Reduktion: weniger Rohstoffabbau und Transport
- Saubere Prozesse: geregelte Stoffströme, kein Abfallaufkommen
BIBKO® Systeme arbeiten kontinuierlich und erfordern nur minimale Bedienung. Dadurch bleibt der Betriebshof sauber, die Wasserqualität konstant und die Prozesssicherheit gewährleistet.
„Wir führen Wasser und Zuschläge vollständig zurück. Die Entsorgungskosten liegen praktisch bei null.“ – Betriebsleiter, Transportbetonwerk Bayern
Rolle im Nachhaltigkeits- und Zertifizierungsumfeld
Die Wiederverwendung recycelter Materialien trägt maßgeblich zur Nachhaltigkeitsbilanz eines Betonwerks bei.
Geschlossene Materialkreisläufe reduzieren Ressourceneinsatz und CO₂-Emissionen – ein wichtiger Faktor für Umweltmanagementsysteme (z. B. ISO 14001) und Nachhaltigkeitszertifizierungen wie DGNB oder BREEAM.
Auch in öffentlichen Ausschreibungen gewinnt Recyclingbeton an Bedeutung, da Auftraggeber zunehmend Nachweise über Ressourceneffizienz und Abfallvermeidung verlangen.
Systemintegration bei BIBKO®
BIBKO® Anlagen kombinieren mehrere Recyclingstufen zu einem abgestimmten Gesamtsystem:
- Restbetonrecycling zur Trennung von Wasser und Zuschlägen
- ClearPress Kammerfilterpresse für klares Prozesswasser
- CO₂-Neutralisation zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
Diese Module können einzeln oder kombiniert eingesetzt werden. Die Integration erfolgt über standardisierte Schnittstellen und kann auch in bestehenden Werken ohne Stillstand umgesetzt werden.
Qualität, Betriebssicherheit und Praxiserfahrung
BIBKO® Systeme sind für den Dauerbetrieb ausgelegt.
Die robuste Bauweise, korrosionsbeständige Materialien und einfache Wartung sorgen für eine Lebensdauer von über 20 Jahren.
Weltweit sind mehr als 2.200 Anlagen im Einsatz – von kleinen Fertigteilwerken bis zu großen Transportbetonbetrieben.
Rückmeldungen zeigen: Die Anlagen arbeiten zuverlässig, liefern gleichbleibende Ergebnisse und ermöglichen reproduzierbare Materialqualitäten.
Zukunft des Restbetonrecyclings
Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft rücken zunehmend in den Fokus der Bauindustrie.
Restbetonrecycling wird sich weiter als Standardtechnologie etablieren – unterstützt durch strengere Umweltauflagen und steigende Rohstoffpreise.
Neue Entwicklungen betreffen vor allem die Weiterverwertung des Filterkuchens in Zementöfen und die vollständige Integration der Prozesssteuerung in digitale Werksleitsysteme.
BIBKO® bleibt hier Technologieführer mit Fokus auf modulare Systeme, die geschlossene Materialkreisläufe ermöglichen.
FAQ – Häufige Fragen zu Anwendungen des Restbetonrecyclings
Wie viel Material lässt sich im Werk wiederverwenden?
Nahezu 100 % des Sand-Kies-Gemischs und des Prozesswassers können zurückgeführt werden.
Welche Genehmigungen sind erforderlich?
Die Rückführung innerhalb des Werks ist genehmigungsfrei; Einleitungen unterliegen den Vorgaben der Wasserbehörde.
Kann der recycelte Beton in allen Mischungen eingesetzt werden?
Ja, in der Regel ohne Einschränkungen – abhängig von Rezeptur und Normen.
Wie unterscheidet sich Recycling von Flüssigbeton zu Recycling ausgehärteten Betons?
Flüssigbeton-Recycling ist energieeffizienter, da keine Zerkleinerung oder Siebung notwendig ist.
Wie lange halten die Anlagen?
Je nach Nutzung über 20 Jahre – bei minimalem Wartungsaufwand.

Technische Beratung und Systemauslegung
Sie möchten den Materialkreislauf in Ihrem Werk schließen und Restbeton vollständig verwerten?
BIBKO® unterstützt Sie bei der Analyse Ihrer Materialströme und plant die passende Recyclinglösung – abgestimmt auf Werkgröße, Durchsatz und Produktionsstruktur.




