Transportbetonwerke verschlingen Wasser. Jeder Kubikmeter Frischbeton und jede abendliche Reinigung der Fahrmischer erfordert gewaltige Mengen an Flüssigkeit. Aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht ist es längst Standard, dieses Wasser in einem internen Kreislauf zu führen. Doch die Strömungsmechanik in den Absetz- und Rührwerksbecken hat ihre physikalischen Grenzen.
Bei jedem Auswaschvorgang gelangen feinste Zementpartikel und kleine Schwebstoffe in das System, die durch das Rührwerk in der Schwebe bleiben und das Grauwasser kontinuierlich anreichern. Irgendwann kippt das System. Das Wasser wird zu dick, die Pumpen streiken und der Wasserhaushalt des gesamten Werks gerät massiv unter Druck. Wir bei BIBKO kennen diesen kritischen Flaschenhals aus hunderten Projekten weltweit. Mit der ClearPress, unserer industriellen Kammerfilterpresse, haben wir eine kompromisslose Lösung entwickelt, die den Schwebstoffen den Kampf ansagt. Wir entziehen dem übersättigten System die Feststoffe und garantieren einen absolut stabilen, berechenbaren Wasserkreislauf für Ihre Produktion.
Ab welcher kritischen Dichte das Schlammwasser im Becken zum Problem wird
Die Dichte des Restwassers ist die wichtigste Kennzahl am Leitstand eines Betonwerks. Solange sich dieser Wert in einem moderaten Rahmen bewegt, lässt sich das Grauwasser problemlos für die Produktion neuer Betonmischungen wiederverwenden. Die Feststoffe sind gleichmäßig verteilt und der Zementleim reagiert vorhersehbar.
Kritisch wird es im Werkalltag, sobald die Dichtemessung am Leitstand den Schwellenwert von 1,07 kg/l überschreitet. Ab diesem Schwellenwert verwandelt sich das Nutzwasser in eine zähe, schwer beherrschbare Masse. Ignoriert ein Betriebsleiter diesen schleichenden Prozess, drohen massive Kettenreaktionen im Werkalltag:
- Verfälschung des W/Z-Wertes: Ein extrem hoher Anteil an unberechenbaren Feinstpartikeln im Wasser verändert den Zementanspruch der neuen Mischung. Die geforderte Druckfestigkeit des Frischbetons gerät in Gefahr.
- Massiver Pumpenverschleiß: Zähes Schlammwasser zwingt die Tauchpumpen im Becken an ihre Leistungsgrenze. Die hochabrasiven Schwebstoffe fressen sich förmlich durch Laufräder und Gehäuse.
- Blockierte Rohrleitungen: Sobald die Anlage am Wochenende stillsteht, sedimentiert das übersättigte Wasser in den Leitungen und zementiert diese regelrecht zu.
- Überlaufende Rührwerksbecken: Wenn das Grauwasser nicht mehr in der Produktion eingesetzt werden darf, füllen sich die Becken unaufhaltsam. Ein teurer Abtransport durch externe Saugwagen wird unvermeidlich.
Das oberste technische Ziel muss es also sein, die Grauwasserdichte permanent unterhalb dieser Grenze zu halten.
Ihre Rührwerksbecken sind ständig am Limit und die Dichte lässt sich kaum noch kontrollieren? Lassen Sie uns Ihren Wasserkreislauf analysieren. Unsere BIBKO-Ingenieure berechnen genau, welche Lösung Ihr System dauerhaft entlastet.
Der physikalische Filterprozess unter enormem Druck
Um feinste Schwebstoffe effizient aus der Suspension zu trennen, stößt die klassische Sedimentation oft an ihre Grenzen: Die Partikel sinken zu langsam ab und Absetzbecken beanspruchen wertvollen Platz, der in modernen Betrieben kaum noch vorhanden ist.
Ein zentrales Problem in der Praxis: Um das Restwasser für die Produktion nutzbar zu machen, müsste es mit Frischwasser verdünnt werden – doch dafür fehlt in den meist bereits gefüllten Becken die Kapazität. Hier bietet die BIBKO ClearPress die ideale Lösung. Anstatt auf Schwerkraft oder Verdünnung zu setzen, klärt sie das vorhandene Prozesswasser unter hohem Druck in wenigen Minuten. Das Ergebnis ist sauberes Wasser, das sofort wieder für den Verdünnungsprozess eingesetzt werden kann, ohne das System zum Überlaufen zu bringen.
Den Kern der Anlage bildet eine robuste Membranpumpe. Sie saugt das übersättigte Schlammwasser an und drückt es in das Plattenpaket der Filterpresse. Zwischen den Platten befinden sich Kammern, die mit strapazierfähigen Industriefiltertüchern bespannt sind. Unter einem definierten Betriebsdruck von 8 bis 10 Bar wird das Wasser durch das Filtergewebe gepresst. Die Feststoffe werden dabei zurückgehalten und verdichten sich in den Kammern zu einem kompakten Kuchen. Ein rein mechanischer Trennvorgang, der die Grauwasserdichte im Werk zuverlässig senkt.
Warum der Prozess komplett ohne chemische Flockungsmittel auskommt
Wer sich mit industrieller Wasseraufbereitung in anderen Sektoren beschäftigt, stößt schnell auf das Thema Flockungsmittel. Bei Bohrspülungen oder in der Abwassertechnik müssen dem Schlamm teure Polymere zugesetzt werden, damit sich die feinen Partikel überhaupt erst zu größeren Flocken verbinden und pressbar werden. Für den Betreiber bedeutet das ständige Beschaffungskosten, komplexe Dosieranlagen und einen hohen Wartungsaufwand.
In der Transportbetonindustrie können Sie sich diesen kostspieligen Chemie-Einsatz komplett sparen. Betonschlamm bringt von Natur aus die perfekten Voraussetzungen für die mechanische Entwässerung mit. Das Material besteht fast ausschließlich aus zerkleinerten Mineralien, Sanden und Zementklinker. Diese kristalline, körnige Struktur baut unter dem hohen Druck der ClearPress einen natürlichen Filterkuchen auf, durch den das nachströmende Wasser hervorragend abfließen kann. Wir verzichten bei der Konzeption unserer Anlagen bewusst auf den Einsatz von chemischen Flockungsmitteln, weil die Physik des Betonschlamms vollkommen ausreicht. Das senkt Ihre laufenden Betriebskosten massiv und hält die Anlagentechnik erfreulich simpel.
Präventive Maßnahmen gegen das Zusetzen der Filtertücher
Eine zentrale Herausforderung beim Betrieb von Filterpressen ist das sogenannte Verblinden der Tücher. Zementschlamm weist starke Anhaftungseigenschaften auf. Setzt sich das Gewebe zu, fällt die Filtrationsleistung stark ab, was eine manuelle Reinigung der Platten mit dem Hochdruckreiniger erforderlich macht. Die Ursache hierfür liegt häufig in einer unzureichenden Entwässerung, da ein hoher Restfeuchtegehalt die Haftung am Filtergewebe verstärkt.
Die BIBKO ClearPress minimiert dieses Risiko durch die Auslegung auf einen hohen Betriebsdruck. Bei 8 bis 10 Bar wird das Restwasser effizient abgepresst, sodass ein fester, kompakter Filterkuchen entsteht. Dieser löst sich beim Öffnen der Platten sauber und rückstandsfrei vom Tuch. Zusätzlich stellt die automatisierte Anlagensteuerung sicher, dass die zuführenden Rohrleitungen nach dem Presszyklus gespült werden, um mineralische Ablagerungen zu verhindern.
Machen Sie Schluss mit verstopften Leitungen und teurer Wartung. Die BIBKO ClearPress steht für kompromisslose Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb. Kontaktieren Sie unser Vertriebsteam und sichern Sie sich die langlebigste Presstechnik am Markt.
Hoher Trockensubstanzgehalt für einen stichfesten Filterkuchen
Die Effizienz einer Kammerfilterpresse bemisst sich primär am Trockensubstanzgehalt (TS-Gehalt) des Filterkuchens. Hohe Restfeuchten führen in der Praxis zu Problemen beim Materialhandling und schränken die Akzeptanz bei Entsorgungsunternehmen ein. Durch den hohen Betriebsdruck erreicht die ClearPress materialabhängig einen TS-Gehalt von 40 bis 50 Prozent. Der stichfeste Abwurf optimiert die logistischen Abläufe im Werk und bietet klare wirtschaftliche Mehrwerte:
- Kostenersparnis durch Volumenreduktion: Der mechanische Wasserentzug verringert das Transportvolumen und senkt die Logistikkosten.
- Problemlose Annahme: Im Gegensatz zu pastösen Schlämmen wird stichfestes Material von Recyclingpartnern und Deponien reibungslos akzeptiert.
- Ressourcenrückführung: Als Sekundärrohstoff kann der Filterkuchen von Zementwerken unmittelbar wieder in die Produktion eingespeist werden.
- Saubere Werkslogistik: Die stichfeste Konsistenz verhindert auslaufendes Material beim Verladen und hält die Verkehrsflächen auf dem Betriebsgelände sauber.
Clevere Steuerung und individuelle Anpassung des Kuchenabwurfs
Ein modernes Transportbetonwerk braucht Maschinen, die mitdenken. Niemand hat Zeit, sich stundenlang neben eine Filterpresse zu stellen und den Prozess manuell zu überwachen. Die BIBKO ClearPress arbeitet daher vollautomatisch und reagiert dynamisch auf die Eigenschaften des Schlammwassers.
Die Sensorik der Steuerung überwacht permanent den Gegendruck der Pumpe. Sobald die Kammern prall gefüllt sind und kein Wasser mehr durch das Gewebe gepresst werden kann, registriert die SPS den exakten Druckabfall und beendet den Zyklus zielgenau. Die Presse öffnet sich exakt in dem Moment, in dem der Kuchen die perfekte Konsistenz erreicht hat.
Diesen Parameter können wir bei der Inbetriebnahme exakt auf Ihre lokalen Bedürfnisse anpassen. Ein klassisches Beispiel dafür sind unsere Anlagen in Nordeuropa. In Ländern wie Finnland, wo im Winter wochenlang extreme Minusgrade herrschen, programmieren wir die Steuerung so, dass der Kuchen noch einen Bruchteil länger abgepresst wird. Ziel ist ein absolut trockener Abwurf. Wäre das Material zu feucht, würde der Kuchenberg auf dem Werkshof sofort zu einem massiven Eisblock gefrieren, den kein Radlader der Welt mehr knacken könnte. Diese maßgeschneiderte Flexibilität der Steuerung sichert Ihre Produktion auch unter extremsten klimatischen Bedingungen.
Der Reinheitsgrad des Wassers und die Rückführung in den Kreislauf
Wenn sich die Presse schließt und das Wasser unter dem enormen Druck durch die Tücher in die Auffangrinne schießt, ist das Ergebnis für viele Betreiber verblüffend. Das Filtratwasser, das aus der Maschine strömt, ist optisch klar. Die lästigen Schwebstoffe sind weitestgehend verschwunden.
Dieses geklärte Wasser fließt direkt zurück in den Produktionskreislauf und wird im Becken als hochwertiges Brauchwasser vorgehalten. Es ersetzt teures Frischwasser bei der Innenreinigung der Fahrmischer oder beim Auswaschen der Werksanlagen. Technisch ist es wichtig zu verstehen: Das Filtrat ist optisch klar, aber chemisch gesehen kein reines Trinkwasser. Die alkalischen Eigenschaften des Zements und die im Wasser gelösten bauchemischen Zusatzmittel bleiben erhalten. Ein Herausfiltern dieser gelösten Salze – etwa durch eine extrem teure Umkehrosmose – wäre technischer Unsinn. Für die Produktion von neuem Beton ist dieses chemisch aktive Klarwasser absolut perfekt geeignet. Wir senken mit der ClearPress ausschließlich die Dichte der störenden Feststoffe und liefern Ihnen genau das Wasser, das Ihr Werk für einen reibungslosen Dauerbetrieb benötigt.
Sind Sie bereit für einen sauberen Wasserkreislauf und stichfesten Filterkuchen? Wir rüsten Ihr Betonwerk mit der modernsten Presstechnik der Branche aus. Sprechen Sie jetzt mit uns über Ihre BIBKO ClearPress.
Häufig gestellte Fragen zur Grauwasseraufbereitung und Kammerfilterpressen
Ab welcher Dichte wird Grauwasser im Betonwerk problematisch?
Restwasser aus der Produktion lässt sich grundsätzlich auch bei einer höheren Dichte noch verwenden. Ab einem Messwert von 1,07 wird der Einsatz im Mischprozess jedoch zunehmend kritisch. Der Wasserzementwert wird unberechenbar und der Verschleiß an den Tauchpumpen im Becken steigt massiv an.
Wie viel Druck nutzt eine Kammerfilterpresse zur Wasseraufbereitung?
Um die extrem feinen Zementschwebstoffe zuverlässig vom Wasser zu trennen, arbeiten Hochleistungsmaschinen wie die BIBKO ClearPress mit enormen Kräften. Eine Membranpumpe drückt das Schlammwasser mit einem Betriebsdruck von 8 bis 10 bar durch die Kammern.
Warum braucht das Betonrecycling keine chemischen Flockungsmittel?
Im Gegensatz zur Abwassertechnik weist Betonschlamm einen extrem hohen Anteil an körniger Mineralik auf. Diese kristalline Struktur lässt sich unter dem Druck der Kammerfilterpresse hervorragend rein physikalisch entwässern, wodurch teure chemische Zusätze und Polymere komplett überflüssig werden.
Wie trocken ist der Filterkuchen aus der Kammerfilterpresse?
Der von der Maschine ausgeworfene, stichfeste Filterkuchen erreicht je nach Ausgangsmaterial einen Trockensubstanzgehalt (TS-Gehalt) von 40 bis 50 Prozent. Er ist so trocken, dass er wirtschaftlich abtransportiert oder direkt wieder in den Zementproduktionsprozess integriert werden kann.




